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10 Dinge über Automatisierung, die Sie bereits im Kindergarten gelernt haben

Automatisierung in der Produktion ist ein komplexes und aufwendiges Unterfangen. Doch nicht alles, was in diesen Projekten gefragt ist, ist eine Raketenwissenschaft.

In diesem Beitrag möchten wir Sie daran erinnern, dass Sie viele Fähigkeiten und Kompetenzen für eine erfolgreiche Automatisierung bereits seit Ihrer Kindheit in sich tragen.

 

1. Nicht blenden lassen!

Auch die schönsten Zeichnungen helfen nichts, wenn man die eigentliche Geschichte dahinter nicht versteht. Im Kindergartenalter können Kinder noch nicht lesen und sind deswegen auf ihre Bild-Interpretationen angewiesen. Dabei weicht die gesehene Geschichte schon mal deutlich vom Text ab.

Diese Abhängigkeit erleben wir als Erwachsene nicht mehr. Trotzdem tappt man aus Eile oder Bequemlichkeit noch manches Mal in die gleiche Falle. Verlassen Sie sich also nicht auf schöne Bildchen (oder Präsentationen) bei der Planung Ihrer Automatisierung, sondern informieren Sie sich selbst kritisch!

 

Was nicht passt, wird passend gemacht

Manchmal mag etwas augenscheinlich nicht passen – die Autos passen nicht zu den Klemmbausteinen, das Drachenkostüm nicht in den Hochsommer.

Doch Kleinkinder lassen sich davon nicht beirren. Sie erkennen überall Potenziale und Chancen. Gleichzeitig haben sie keine Angst, dafür von vorgesehenen Pfaden abzuweichen und mutig Neues auszuprobieren.

Genau diese Haltung sollten wir auch Automatisierungsprojekten gegenüber an den Tag legen. Vorhandene Anlagen lassen sich möglicherweise nicht 1:1 in die Industrie 4.0 integrieren, mit einem Change Mindset und kreativen Lösungen kann das Ergebnis sich sicherlich sehen lassen.

 

Zusammen wird der Turm höher

Ganz klar: Kleine Kinder möchten Aufgaben oft alleine lösen. Doch auch sie bemerken schnell, dass der Turm aus Bausteinen wesentlich höher gelingt, wenn sie andere Kinder mithelfen lassen.

Egal, ob es darum geht, Bausteine zu sammeln, anzureichen oder ebenfalls zu stapeln – gemeinsam gelingt das Bauen nicht nur besser, der Turm wird auch höher.

Diese Erkenntnis sollten wir auch für unsere Automatisierungsprojekte nutzen: Zwar können wir Experten auf einem oder zwei Gebieten sein, doch wir können niemals (dauerhaft) alle Aufgaben übernehmen. Unterstützung von anderen enthusiastischen und erfahrenen Personen kann entscheidend zum Gelingen der Automatisierung beitragen.

 

Probieren geht über Studieren

Technische Experten sind nicht selten gewohnt, Ideen zunächst am Schreibtisch zu entwickeln und zu berechnen. Denn es ist zentral, dass die oftmals hohen Investitionen nicht in einem Fehlschlag für das Unternehmen münden.

Als Kind hingegen haben wir Herausforderungen viel pragmatischer gelöst: Egal, ob es darum ging, einen Baum hinaufzuklettern, einen Flick Up zu meistern oder den Endgegner im Computerspiel zu besiegen, – wir haben einfach losgelegt. Klappte eine Herangehensweise nicht, probierten wir es unermüdlich mit der nächsten.

Natürlich sollten wir heute keine Automatisierungsanlagen bauen, ohne sie vorab berechnet und in die Gesamtinfrastruktur integriert zu haben. Doch eine kleine Werkstatt oder gar Lego Serious Play erlauben es, kreativ an Aufgabenstellungen heranzugehen und sie im kleinen Maßstab bereits zu lösen.

 

Algorithmen sind kein Hexenwerk

Weihnachten, der eigene Geburtstag oder einfach nur so: Die Freude über ein neues Bau-Set war als Kind immer groß! Teilweise saßen wir stundenlang mit der Bauanleitung vor den Teilen und haben mit einer Engelsgeduld jedes an seinen korrekten Platz gesetzt.

Besonders automatisiert mag dieser Prozess nicht erscheinen, doch letztlich sind Bauanleitungen nichts Anderes als Algorithmen. Nur durch die korrekte Verkettung der richtigen Bestandteile erzielen wir das gewünschte Ergebnis. Ähnliche Sorgfalt sollten wir also auch dem Coding und der Entwicklung von Software-Entwicklung widmen.

 

Besondere Aufgaben erfordern besondere Maßnahmen

Erinnern Sie sich noch, wie vehement Sie als Kind versucht haben, zwei Legosteine voneinander zu trennen? Doch diese ließen sich einfach nicht lösen! Sicherlich waren wir nicht die einzigen Kinder, die es mit anderen Steinen, Fingernägeln und sogar mit den Zähnen versucht haben. Aber auch dann war der Erfolg nicht immer gewiss.

Lego hat etwas gegen diesen Frust unternommen – und vielleicht haben Sie das Stück Plastik im Bild sogar bereits aus der Lego-Kiste Ihrer Kinder erkannt. Für besonders hartnäckig verkantete Steine gibt es nun diesen Steine-Trenner.

Nicht jedes Problem können wir alleine lösen und wenn wir noch so kreative Herangehensweisen entwickeln. Stattdessen kann die Lösung für einen Experten sehr einfach sein. Wir sollten daher nicht davor zurückschrecken, uns an den richtigen Stellen Unterstützung von erfahrenen Personen für unsere Automatisierung einzuholen.

 

Wer teilt, kommt weiter

Gerade die Allerkleinsten tun sich mit dieser Haltung noch schwer, doch im Kindergarten lernen Kinder schnell, dass gemeinsame Spielen und Teilen noch mehr Freude bereiten kann. Spätestens beim Fußballspielen ist klar: Alleine funktioniert nicht.

Diesen Teamgedanken können wir auch auf unsere Automatisierungsprojekte übertragen. Mit einem ganzen Team an Unterstützern und Mitarbeitern stellt sich Erfolg schneller ein – denn die einzelnen Personen können jeweils ihr persönliches Expertenwissen einbringen.

 

Mit vollem Einsatz dabei

Manchmal muss man sich auch die Hände schmutzig machen und mit anpacken. Kleinkinder schrecken vor nichts zurück – erst recht nicht vor Matschpfützen.

Diese offene Herangehensweise kann auch Automatisierungsprojekte vor dem Scheitern bewahren. Gerade als Vorgesetzter kann es erfolgsentscheidend sein, in kritischen Situationen voll mit dabei zu sein.   

 

Klein anfangen, groß rauskommen

Es liegt in der Natur der Dinge, dass Kinder zunächst klein anfangen und gerade Bastelprojekte zu Beginn noch bisweilen abenteuerlich enden.

Der Ansatz bewährt sich auch in Sachen Automation: Gerade, wenn Sie noch keine oder nur wenige Erfahrungen mit der Automatisierung von Produktionsprozessen haben, hilft es Ihnen, den Projektumfang zu begrenzen. Starten Sie beispielsweise mit einem Teilprozess und erweitern Sie die automatisierten Bereiche erst, wenn dieser erfolgreich arbeitet.

 

Keine Angst vor Großprojekten

Für kleine Kinder ist keine Aufgabe zu groß. Optimistisch gehen Sie an alle Aufgaben heran und sind fest von ihrem Erfolg überzeugt.

Natürlich sollten wir Hindernisse und Herausforderungen nicht ignorieren, doch diese Haltung kann uns auch als Erwachsenen helfen: Nur, wenn wir die große Vision hinter unseren Automatisierungsplänen sehen und die Chancen dessen begreifen, wird Automatisierung ein voller Erfolg. Denken Sie groß!

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